San Blas Archipelago, Panama

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Wenn man von Panama City kommend Richtung Karibikküste fährt und die 3 Std. Fahrt auf der quer stehenden Rückbank des umgebauten 1989er Toyota Landcruiser durch raues Gelände überstanden hat, gelangt man irgendwann zu einer verstecken Bootsanlegestelle nahe Rio Sidro mitten im Urwald. Von hier aus bringt uns Aron, unser Guide, auf die Insel Diablo, einer von ca. 360 Palmeninseln der unabhängigen Kuna Yala Siedler, die in traumhafter Isolation auf dem Korallenatoll des San Blas Archipels leben, das sich von Il Povenir bis fast an die kolumbianische Grenze erstreckt. Neben uns (uns = Ernesto und Julian, zufällig beide aus Berlin), einem Pärchen aus NY, einem aus Holland und einer Gruppe (mal nicht krakelender) Israelies wird auch ein beachtlicher Vorrat an leckerem Balboa-Bier auf die Insel transportiert. Wir laden unser Gepaeck aus und sind sofort begeistert: Fähren, die Touristenströme befördern, Jetskies und Bananenboote sucht man hier vergeblich. Jede Insel besteht aus einer mehr oder weniger grossen Sand-/ Strandfläche mit Kokospalmen und bei Bedarf auch Hütten darauf.

Der Durchmesser einer durchschnittlichen Insel misst ca. 500m. Es ist traumhaft. Die Grundausstattung der 2 Palmenhütten am Strand besteht im Wesentlichen aus ein paar bequemen Hängematten, in einer weiteren Hütte wird von der Kuna Familie, die die Insel bewirtschaftet, das Essen gekocht und eine vierte dient als Aufenthaltshütte. In dieser fallen bei genauerem Hinsehen sofort die beiden Heiligtümer auf: zum einen der gasbetriebener Kühlschrank, der gute Arbeit leistet und in den folgenden Tagen stark frequentiert wird, sowie eine Andenkenwand mit zahreichen Postkarten, Fotos, einem 2005 Kalender des Ingenierbüros Schuler GmbH aus Bietigheim-Bissingen sowie einem Hochglanzposter des Matterhorns. Den Tag verbringen wir mit Schnorcheln am vorgelagerten Riff, erkunden bootfahrend oder schwimmend die umliegenden Inseln oder führen tiefsinnige Diskussionen, die nach dem Abendessen und der Einnahme weiterer Balboabiere und der Panamaversion von White Russian (dazu wird die Kopfschmerzgarantie Ron Abuelo Anejo in aufgebohrte Kokosnüsse gefüllt) fortsetzen.

Später, auf dem Weg zur Hängematte überlege ich, ob es nicht doch einen Zusammenhang gibt zwischen der Kuna Familie und ihren bunten Gewändern, dem Abuelo Rum und dem Matterhorn auf dem Poster in der Aufenthaltshütte.

Sonntag, 31. Mai 2009

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Posted: 9. September 2015

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Category: Strand

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